Malawi Aquarium kaufen Teil 2 - Becken und Zubehör
Malawi Aquarium kaufen Teil 2 ✓ Optimale Beckengröße & Form ✓ Unterbau selber bauen ✓ Notwendiges Zubehör vs. Geldverschwendung ✓ Spartipps
Pflanzen im Aquarium sehen schön aus. Sie bilden einen tollen Farbkontrast zur meist felsigen Malawi Aquarium Landschaft. In einem Malawibecken werden Pflanzen aber nicht unbedingt benötigt. Es eignen sich dafür auch nur wenige Aquarienpflanzen-Arten. Welche Arten das sind, soll dieser Artikel klären.
Diese Frage stellen sich viele Aquarianer zu Recht. Die Antwort: Ja, aber nur sehr wenige!
Im Malawisee wachsen Wasserpflanzen hauptsächlich in geschützten Buchten, Flussmündungen und Röhrichtzonen. Die typischen Felszonen, in denen die Mbunas leben, sind jedoch nahezu pflanzenfrei. Der Grund:
In der Sandzone kommen vereinzelt Vallisneria-Arten vor, aber auch hier ist die Pflanzendichte gering.
Fazit für die Aquaristik: Ein rein biotopgerechtes Malawi Becken käme komplett ohne Pflanzen aus. Dennoch sind einige robuste Pflanzenarten als dekoratives Element durchaus erlaubt und verbessern sogar die Wasserqualität.
Aquarienpflanzen müssen nicht zwingend in ein Malawi Aquarium. Dennoch werden wohl die meisten ein paar Pflanzen als Eye-Catcher ins Becken geben wollen. Da weichblättrige Arten gerne von den Fischen angefressen werden, solltest du auf diese Pflanzenarten verzichten. In wenigen Tagen würden diese von den Fischen angefressen werden. Verwende deshalb nur hartblättrige Arten!
Dazu zählen zum Beispiel:
Einen extremen Pflanzenwuchs brauchst du nicht zu fürchten. Durch die etwas dunkleren Lichtverhältnisse in einem Malawibecken hält sich das Wachstum der Pflanzen sehr in Grenzen. Auf einen Pflanzendünger solltest du trotzdem verzichten, da die chemische Keule den Tieren schadet oder zumindest deren Gesundheit nicht förderlich ist.
Vorteile:
Nachteile:
Empfehlung: Wenige, robuste Pflanzen als Akzente setzen, aber nicht das ganze Becken bepflanzen.
Die klassische Malawi-Pflanze schlechthin!
Eigenschaften:
Pflege:
Standort: Hintergrund, Seitenränder
Besonderheit: Diese Pflanze kommt tatsächlich im Malawisee vor!
Die große Schwester der spiralis.
Eigenschaften:
Pflege:
Standort: Nur Hintergrund, braucht viel Platz
Tipp: Für kleinere Becken unter 400 Liter eher nicht geeignet.
Der Klassiker für Barschbecken!
Eigenschaften:
Pflege:
Standort: Vordergrund bis Mitte, auf Steinen
Besonderheit: Wird selbst von hungrigen Mbunas nicht angefressen!
Die größere Variante der nana.
Eigenschaften:
Pflege:
Standort: Mittelgrund bis Hintergrund
Exotische Optik für Malawi Becken.
Eigenschaften:
Pflege:
Standort: Mittelgrund, auf Steinen
Wichtig: Braucht etwas mehr Licht als Anubias, aber nicht zu hell!
Für Fortgeschrittene.
Eigenschaften:
Pflege:
Standort: Hintergrund
Vorsicht: Wird manchmal angeknabbert, aber meist toleriert.
Vallisneria-Arten (im Sand):
Aufsitzerpflanzen (Anubias, Javafarn):
Methode 1 – Aufbinden:
Methode 2 – Aufkleben:
Profi-Tipp: Anubias kannst du auch in Felsspalten stecken – sie wachsen dort von selbst fest.
Weil Malawi Barsche gerne im Boden graben, sollten die Pflanzen zu Beginn an Steinen festgebunden werden bis sie angewurzelt sind. Machst du das nicht, werden sie bald von den Fischen ausgegraben und im Becken herum schwimmen.
Eine andere Möglichkeit die Pflanzen vor den grabwütigen Barschen zu schützen ist, sie in einen kleinen Blumentopf zu setzen und diesen im Sand einzugraben.
Malawi Barsche sind passionierte Buddler – mit diesen Tricks überleben deine Pflanzen:
Schutzmethode 1 – Pflanzkorb:
Schutzmethode 2 – Steinbarriere:
Schutzmethode 3 – Topfpflanzen:
Schutzmethode 4 – Nur Aufsitzer verwenden:
Das funktioniert NICHT:
Langfristige Lösung: Nach 3-4 Wochen haben die Barsche das Buddel-Interesse meist verloren. Dann können Schutzmechanismen entfernt werden.
Die Beleuchtung ist ein Balanceakt zwischen Pflanzenbedürfnissen und Fischanforderungen:
Was brauchen Malawi Barsche?
Was brauchen die empfohlenen Pflanzen?
Optimale Einstellung:
Bei zu viel Licht:
Bei zu wenig Licht:
Profi-Tipp: Eine Mittagspause (2-3 Stunden Beleuchtung aus) reduziert Algenwachstum ohne Pflanzen zu schädigen.
Regelmäßige Pflege (wöchentlich):
Vallisneria-Pflege:
Anubias-Pflege:
Javafarn-Pflege:
Wichtig: Keine Pflanzendünger verwenden! Die empfohlenen Pflanzen kommen ohne aus und Dünger schadet den Fischen.
Eisendünger? Maximal 1x monatlich in sehr geringer Dosierung (50% der Herstellerempfehlung), wenn Vallisneria gelbe Blätter bekommt. Aber nur im Notfall!
Plastikpflanzen sind Geschmackssache. Die einen mögen sie, die anderen nicht. Allerdings können Plastikpflanzen eine Alternative darstellen, wenn du dich nicht mit echten Pflanzen herumschlagen willst. Für einen schönen farblichen Kontrast sorgen sie allemal. Und die Pflege fällt auch einfacher aus. Auch wenn Pflanzen in einem Malawibecken sehr langsam wachsen, mit etwas Arbeit sind sie immer verbunden. Zum Beispiel musst du abgestorbene Blätter entfernen und die Pflanzen an Steinen befestigen.
Plastikpflanzen sind eine legitime Option – hier die Fakten:
Vorteile von Kunstpflanzen:
Nachteile:
Wenn Kunstpflanzen, dann richtig:
Gute Kunstpflanzen für Malawi:
Schlechte Wahl:
Kompromiss: Mix aus wenigen echten Anubias (für Wasserqualität) und einigen Kunstpflanzen (für Optik).
Barschfeste Aquarienpflanzen solltest du in jedem Aquaristik Laden finden. Solltest du keinen Laden in der Nähe haben, kannst du sie auch in einem Onlineshop kaufen. Pflanzen sind da sehr unempfindlich und die paar Tage am Postweg tun ihnen nichts. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Zooplus gemacht. Die Pflanzen sahen immer sehr schön und gesund aus.
Problem 1: Vallisneria wird ständig ausgegraben → Pflanzkorb verwenden oder mit Steinen schützen (siehe Abschnitt “Pflanzen schützen”)
Problem 2: Anubias bekommt schwarze Blätter → Zu wenig Strömung oder Rhizom wurde eingepflanzt (fault!) → Lösung: Auf Stein setzen, mehr Wasserbewegung
Problem 3: Vallisneria bekommt gelbe Blätter → Eisenmangel (selten) oder zu wenig Licht → Lösung: Beleuchtung erhöhen oder minimale Eisendüngung
Problem 4: Pflanzen wachsen kaum → Normal! Im Malawibecken ist langsames Wachstum gewollt → Zu schnelles Wachstum würde mehr Pflege bedeuten
Problem 5: Algen auf Pflanzenblättern → Zu viel Licht oder zu viel Futter → Lösung: Beleuchtungsdauer reduzieren, weniger füttern, Blätter abwischen
Problem 6: Javafarn wird braun → Zu helles Licht oder schlechte Wasserqualität → Lösung: Schattigeren Platz suchen, Wasserwechsel erhöhen
Problem 7: Pflanzen werden angefressen → Falsche Pflanzenart (zu weichblättrig) oder zu wenig Futter → Lösung: Nur empfohlene Arten verwenden, Futtermenge prüfen
Problem 8: Stinkende, faulende Pflanze → Rhizom wurde vergraben oder Pflanze ist abgestorben → Lösung: Sofort entfernen! Vergiftet Wasser
Minimalismus (Empfohlen für Anfänger):
Vallisneria-Wald (Klassisch):
Seitenbepflanzung:
Mix-Konzept:
Puristisch (Biotop-Konzept):
Tipp: Weniger ist mehr! 5 gut platzierte Pflanzen wirken besser als 20 wild verteilte.
Auch wenn Pflanzen im Malawi Aquarium nicht nötig sind, kannst du ein paar hartblättrige Pflanzen als dekoratives Element mit ins Becken geben. Willst du dich nicht mit echten Pflanzen herumschlagen, sind Plastikpflanzen durchaus eine Alternative. In jedem Fall solltest du die Pflanzen aber befestigen, da die grabwütigen Barsche diese sonst ausbuddeln.
