Bodengrund - Sand oder Kies für das Malawi Aquarium?

Bodengrund im natürlichen Lebensraum

Wie sieht der Untergrund im Malawisee aus?

Felszone (Mbuna-Habitat):

  • Hauptsächlich nackter Fels und Geröll
  • Sandablagerungen in Spalten und Mulden
  • Körnungen von feinsten Partikeln bis zu grobem Kies
  • Meist hellgrau bis beige

Sandzone (Non-Mbuna-Habitat):

  • Ausgedehnte, feine Sandflächen
  • Körnung 0,2-0,8mm
  • Hellgrau, beige, stellenweise auch dunkler
  • Keine Vegetation auf dem Sand

Übergangszone:

  • Mix aus Sand und einzelnen Steinen
  • Unregelmäßige Strukturen
  • Abwechslungsreiche Körnung

Wichtig für die Aquaristik: Der Malawisee hat überwiegend hellen bis mittelbeigen Sand. Trotzdem empfehlen Aquarianer meist dunkleren Sand – warum? Heller Sand reflektiert das Licht zu stark, wodurch Fische ihre Farbintensität reduzieren (Anpassungsmechanismus). Für maximale Farbpracht ist daher beiger bis grauer Sand optimal.

Für alle Malawi Buntbarsch Arten eignet sich als Bodengrund feiner Sand mit einer Körnung von 0,2-2mm. Beiger Filtersand oder Flußsand, den es in nahezu allen Baumärkten zu kaufen gibt und eine Körnung von 0,4-0,8mm aufweist, eignet sich dafür sehr gut. Für Barsch Arten die den Untergrund aussieben oder Sandburgen bauen, bietet dieser Sand die optimalen Bedingungen.

Sand vs. Kies: Die Entscheidung

Die ewige Diskussion – hier die Fakten:

Sand (0,2-2mm) – EMPFOHLEN

Vorteile:

  • Natürliches Verhalten der Fische möglich (Durchkauen, Sandburgen bauen)
  • Keine scharfen Kanten, schont empfindliche Barteln
  • Bakterien siedeln gut auf großer Oberfläche
  • Futterreste bleiben sichtbar auf der Oberfläche
  • Optisch ansprechend, natürlich aussehend

Nachteile:

  • Kann aufwirbeln bei starker Strömung
  • Muss gelegentlich “umgepflügt” werden (Verdichtung)
  • Schwerer zu saugen als Kies

Kies (2-8mm) – NICHT empfohlen

Vorteile:

  • Leichter zu reinigen mit Mulmsauger
  • Wirbelt nicht auf
  • Größere Zwischenräume für Bakterien

Nachteile:

  • Futterreste fallen zwischen die Steine → Faulstellen
  • Unnatürlich für Malawi Barsche
  • Kann nicht durchgekaut werden (Non-Mbunas!)
  • Scharfkantige Varianten verletzen Fische
  • Sieht bei Malawi-Becken fehl am Platz aus

Aquarienkies (farbig, bunt)? Absolutes NO-GO! Pink, Blau, Neongrün – gehört nicht ins artgerechte Aquarium.

Klare Empfehlung: Feiner Sand mit 0,4-0,8mm Körnung ist die beste Wahl für Malawi Aquarien.

Welche Sandarten sind geeignet?

Quarzsand / Filtersand (EMPFEHLUNG)

  • Körnung: 0,4-0,8mm
  • Farbe: Beige bis hellgrau
  • Herkunft: Baumarkt, Poolbedarf
  • Preis: 5-15 € für 25kg
  • Eigenschaften: pH-neutral, ungiftig, natürlich
  • Tipp: “Filtersand 0,4-0,8mm” im Baumarkt = günstigste Option!

Spielsand

  • Körnung: 0,1-0,5mm (oft zu fein!)
  • Farbe: Hellgelb bis beige
  • Herkunft: Baumarkt
  • Preis: 3-8 € für 25kg
  • Achtung: Oft zu fein, prüfe Körnung! Kann faulen und verklumpen.

Aquariensand (Fachhandel)

  • Körnung: Verschiedene (gezielt wählbar)
  • Farbe: Von weiß bis schwarz
  • Herkunft: Aquaristik-Fachhandel
  • Preis: 15-40 € für 25kg (TEUER!)
  • Eigenschaften: Garantiert ungiftig, oft vorgewaschen
  • Nachteil: Sehr teuer, kein echter Vorteil gegenüber Filtersand

Flusssand

  • Körnung: Gemischt (0,2-5mm)
  • Farbe: Grau, beige, braun
  • Herkunft: Selbst sammeln (mit Genehmigung!)
  • Preis: Kostenlos
  • Achtung: Muss sehr gründlich gewaschen werden, evtl. Schadstoffe

Korallenbruchsand / Aragonitsand

  • Körnung: 0,5-2mm
  • Farbe: Weiß (zu hell!)
  • Eigenschaften: Hebt pH-Wert und Härte an
  • Nur für Spezialfälle: Wenn Leitungswasser zu weich ist
  • Nachteil: Oft zu hell, Fische werden blass

Pool-Filtersand / AFM-Glas

  • Körnung: 0,4-0,8mm
  • Farbe: Weiß bis transparent
  • NICHT empfohlen: Zu hell, scharfkantig bei AFM-Glas

Schwarzer Sand (Vulkansand, Basaltsand)

  • Körnung: 0,5-1,5mm
  • Farbe: Schwarz
  • Nur bedingt geeignet: Zu dunkel = unnatürlich, aber Fische zeigen brillante Farben
  • Kompromiss: Mix aus 70% beige und 30% schwarz

Zusammenfassung: Baumarkt-Filtersand 0,4-0,8mm beige/grau ist die beste Wahl – günstig, natürlich, praktisch!

Wie viel Bodengrund wird benötigt?

Empfohlene Bodengrundhöhe:

  • Mbunas (Felsenbuntbarsche): 3-5 cm reichen
  • Non-Mbunas (Sandbewohner): 5-8 cm (wegen Sandburgen)
  • Vorne niedriger, hinten höher: Optisch ansprechend, mehr Tiefenwirkung

Berechnungsformel:

Benötigte Sandmenge (kg) = Länge (cm) × Breite (cm) × Höhe (cm) ÷ 1000 × 1,6

Beispielrechnungen:

300L Aquarium (120×50 cm, 5cm Sandhöhe): 120 × 50 × 5 ÷ 1000 × 1,6 = 48 kg Sand → 2 Säcke à 25kg

500L Aquarium (150×60 cm, 6cm Sandhöhe): 150 × 60 × 6 ÷ 1000 × 1,6 = 86 kg Sand → 4 Säcke à 25kg

800L Aquarium (200×70 cm, 7cm Sandhöhe): 200 × 70 × 7 ÷ 1000 × 1,6 = 157 kg Sand → 7 Säcke à 25kg

Profi-Tipp: Lieber etwas mehr kaufen (+ 10-20%) für späteres Auffüllen, falls Sand abgesaugt wird oder Fische zu stark buddeln.

Zu viel Sand?

  • Höher als 10 cm = Faulstellen-Gefahr
  • Schwerer, teurer, verschwendet Geld
  • Weniger Wasservolumen

Zu wenig Sand?

  • Glasboden sichtbar nach dem Buddeln
  • Nicht genug Material für Sandburgen
  • Pflanzen können nicht gut wurzeln

Zu feiner Sand ist nicht optimal

Zu feiner Sand (0,1-0,3mm) wirbelt schnell durch die Strömungspumpe oder herumjagende Fische auf, wodurch ein Teil im Filter landen kann und die Filterfunktion in Mitleidenschaft gezogen wird. Außerdem kann zu feiner Sand mit der Zeit faulen, was an unschönen schwarzen Flecken zu erkennen ist. Feiner Sand kann auch stellenweise hart werden und verklumpen.

Zu hellen Sand vermeiden

Durch zu hellen Sand können sich die Fische scheu verhalten und ihre volle Farbpracht nicht entwickeln. Ist die Beleuchtung sehr hell, neigt heller Sand auch zum Veralgen. Beiger oder grauer Sand ist daher für ein Malawi Aquarium sehr gut geeignet.

Sand richtig vorbereiten und waschen

Frischer Sand aus dem Baumarkt ist IMMER schmutzig – gründliches Waschen ist Pflicht!

Methode 1 – Eimer-Methode (für kleinere Mengen <50kg):

  1. Portionsweise waschen:

    • 5-10 kg Sand in großen Eimer füllen
    • Mit Gartenschlauch oder Duschkopf durchspülen
    • Mit der Hand durchrühren, Wasser abgießen
    • Wiederholen, bis Wasser klar bleibt (5-15 Durchgänge!)
  2. Testen:

    • Eimer mit Wasser füllen, aufwirbeln
    • Wasser klar? → Sand fertig
    • Wasser trüb? → Weiter waschen

Methode 2 – Badewannen-Methode (für große Mengen >50kg):

  1. Sand in Badewanne schütten (max. 10cm hoch)
  2. Wasser einlaufen lassen, mit Händen/Füßen durchmischen
  3. Schmutzwasser ablaufen lassen
  4. Wiederholen bis Wasser klar bleibt
  5. Wichtig: Badewanne danach gründlich reinigen!

Methode 3 – Garten-Methode (einfachste Variante):

  1. Sand auf Rasen/Kies ausbreiten
  2. Mit Gartenschlauch intensiv durchspülen
  3. Mehrmals wenden und weiter spülen
  4. In saubere Eimer umfüllen

Methode 4 – Betonmischer-Methode (für SEHR große Mengen):

  1. Sand portionsweise in Betonmischer (ausgeliehen oder gemietet)
  2. Mit Wasser füllen, laufen lassen
  3. Schmutzwasser ablassen, wiederholen
  4. Sehr effektiv, aber Aufwand lohnt nur bei 200kg+

Wie lange dauert das Waschen?

  • 25kg Sand: 30-60 Minuten
  • 75kg Sand: 2-3 Stunden
  • 150kg Sand: 4-6 Stunden

Kann man sich das Waschen sparen? JA, aber: Dann hast du tagelang milchig-trübes Wasser im Aquarium. Nicht empfehlenswert!

Profi-Tipp: Sand im Sommer waschen – angenehmer und trocknet schneller.

Sand richtig ins Aquarium einbringen

Schritt-für-Schritt Anleitung:

Schritt 1: Aquarium vorbereiten

  • Becken komplett leer und trocken
  • Evtl. Rückwand bereits eingeklebt
  • Unterlagen für große Steine bereitgelegt

Schritt 2: Sand einfüllen

  • Gewaschenen Sand langsam einfüllen
  • Mit der Hand gleichmäßig verteilen
  • Höhenunterschiede einarbeiten (hinten höher, vorne niedriger)
  • Niemals: Sand in gefülltes Becken kippen! (Glasbruch-Gefahr durch Aufprall)

Schritt 3: Gestalten

  • Terrassen oder Hügel formen (optional)
  • Mit feuchter Hand glattstreichen
  • Bereiche für Steine freilassen

Schritt 4: Steine platzieren

  • Styropor-Unterlagen unter schwere Steine
  • Steine aufbauen (siehe Rückwand-Artikel)
  • Sand um Steine herum anpassen

Schritt 5: Wasser einfüllen – VORSICHT!

  • NIEMALS direkt auf Sand gießen! (wirbelt komplett auf)
  • Teller oder Plastiktüte auf Sand legen
  • Wasser langsam auf Teller laufen lassen
  • Oder: Schlauch mit Duschkopf verwenden, ganz sanft
  • Alternativ: Eimer für Eimer vorsichtig einfüllen

Schritt 6: Nacharbeit

  • Sand der sich verschoben hat, mit der Hand korrigieren
  • Trübes Wasser ist normal (klärt sich in 1-2 Tagen)
  • Filter einschalten (kann anfangs leicht Sand ansaugen)

Bei bestehendem Aquarium Sand wechseln:

  1. Fische vorübergehend umsiedeln
  2. 80% Wasser in saubere Eimer abfüllen (verwenden!)
  3. Alten Sand absaugen und entfernen
  4. Neuen Sand einbringen
  5. Altes Wasser wieder einfüllen (schont Filterbiologie)
  6. Fische zurücksetzen

Profi-Tipp: Mit einer Wasserwaage die Höhe des Sands prüfen – gleichmäßige Neigung von vorne nach hinten sieht am besten aus.

Sandpflege und Reinigung

Regelmäßige Pflege (alle 1-2 Wochen):

Mulm absaugen:

  • Mulmglocke / Mulmsauger verwenden
  • Über Sandoberfläche führen, Schmutz wird angesaugt
  • Sand bleibt durch sein Gewicht liegen
  • Besonders in Ecken und hinter Steinen saugen

Sand “durchlüften”:

  • Mit der Hand oder einem Stab vorsichtig durchpflügen (alle 2-4 Wochen)
  • Verhindert Verdichtung und Faulstellen
  • Besonders wichtig bei dicken Sandschichten (>6cm)

Oder: Buddel-Fische einsetzen:

  • Synodontis-Welse graben gerne und halten Sand locker
  • Auch manche Malawi-Arten sind eifrige Buddler

Häufige Probleme:

Problem 1: Schwarze Flecken im Sand → Faulstellen durch fehlenden Sauerstoff → Lösung: Betroffene Stelle großflächig entfernen, Sand durchpflügen, weniger füttern

Problem 2: Sand wird steinhart → Verdichtung + bakterielle Verklebung → Lösung: Komplett auflockern mit Harke/Stab, evtl. teilweise erneuern

Problem 3: Grüner Sand (Algenbelag) → Zu viel Licht, zu viele Nährstoffe → Lösung: Beleuchtung reduzieren, absaugen, Wasserwechsel erhöhen

Problem 4: Sand wird ins Becken gebuddelt → Normal bei grabwütigen Barschen → Lösung: Regelmäßig wieder gleichmäßig verteilen

Problem 5: Filter saugt Sand an → Ansaugöffnung zu nah am Boden oder Strömung zu stark → Lösung: Ansaugstutzen höher positionieren oder Gitterkorb anbringen

Wann muss Sand komplett gewechselt werden?

  • Bei starken Faulstellen (übel riechend, großflächig schwarz)
  • Nach 5-10 Jahren kann ein Wechsel sinnvoll sein
  • Bei Krankheitsausbruch zur Desinfektion

Profi-Tipp: Ein flacher Rasierpinsel (sauber, nur für Aquarium!) eignet sich perfekt, um Mulm von Steinen und Dekoration in den Sand zu fegen, wo er dann leicht abgesaugt werden kann.

Werden ausschliesslich Felsenbuntbarsche gehalten, können auch Schieferplatten als Bodengrund verwendet werden, da Felsenbuntbarsche nicht zwingend Sand als Untergrund benötigen. Unter die Schieferplatten solltest du noch dünne Styropor- oder Styrodur Platten legen. Denn es können sonst unter den Schieferplatten hohe punktuelle Belastungen durch kleine Steinchen/Sandkörner auftreten, die zum Glasbruch führen.

Sonderfälle: Bare Bottom und Schieferplatten

Bare Bottom (Ohne Bodengrund):

Manche Aquarianer verzichten komplett auf Bodengrund:

Vorteile:

  • Extrem einfach zu reinigen (Schmutz sofort sichtbar)
  • Keine Faulstellen möglich
  • Ideal für Quarantänebecken
  • Hygienischer bei Krankheiten

Nachteile:

  • NICHT artgerecht für Malawi Barsche!
  • Keine Sandburgen möglich (Non-Mbunas)
  • Kein natürliches Verhalten
  • Reflektionen vom Glas stressen Fische
  • Sieht kahl und steril aus

Nur geeignet für: Aufzuchtbecken, Quarantäne, Zucht unter Laborbedingungen

Für dauerhafte Haltung: NICHT empfohlen!


Schieferplatten als Bodengrund:

Alternative speziell für reine Mbuna-Becken:

Vorteile:

  • Extrem natürlich für Felsenbuntbarsche
  • Einfache Reinigung
  • Kein Aufwirbeln
  • Optisch sehr ansprechend

Nachteile:

  • Nur für Mbunas geeignet (Non-Mbunas brauchen Sand!)
  • Hohe punktuelle Belastung auf Glas
  • Schwer, teuer
  • Pflanzen können nicht gesetzt werden

Richtige Anwendung:

  1. Styropor-/Styrodur-Platten (5-10mm) auf Glasboden legen
  2. Schieferplatten darauf legen
  3. Niemals ohne Unterlage! (Glasbruch-Gefahr)
  4. Platten sollten plan aufliegen, nicht wackeln

Kombinationsmöglichkeit:

  • Vordere Hälfte: Sandbereich
  • Hintere Hälfte: Schieferplatten
  • Optisch abwechslungsreich, funktional

Für wen geeignet?

  • Erfahrene Aquarianer
  • Reine Mbuna-Becken
  • Biotop-Aquarien (Felszone-Nachbildung)

Farbige Böden und Spezial-Substrate

Schwarzer Sand:

Manche Aquarianer schwören auf schwarzen Bodengrund:

Vorteile:

  • Fische zeigen brillanteste Farben (Kontrast-Effekt)
  • Moderner Look
  • Schmutz weniger sichtbar

Nachteile:

  • NICHT natürlich für Malawisee
  • Kann Wasser minimal färben (je nach Material)
  • Teurer als normaler Sand

Wann sinnvoll?

  • Wenn Optik wichtiger ist als Biotop-Treue
  • Show-Aquarien für maximale Farbpracht
  • Mix mit beigem Sand (70/30) als Kompromiss

Weißer Sand (Korallenbruch, Aragonit):

Wann verwenden?

  • Nur wenn Leitungswasser zu weich ist (KH <4, pH <7,5)
  • Hebt pH-Wert und Härte natürlich an

Nachteile:

  • Oft zu hell (Fische werden blass)
  • Veralgt sehr schnell bei hellem Licht
  • Wirkt steril

Alternative: Lieber normaler Sand + Zugabe von Mineralien über Wasseraufhärtesalze


Spezialsande (JBL Sansibar, Dennerle, etc.):

Sind sie ihr Geld wert? Meist NEIN! Diese Sande kosten 3-5x mehr als Baumarkt-Sand, bieten aber kaum Vorteile für Malawi-Becken.

Ausnahmen:

  • Wenn du sehr kleinen Bedarf hast (<10kg)
  • Wenn Bequemlichkeit wichtiger ist als Preis
  • Wenn spezielle Körnung benötigt wird

Aktiv-Substrate (ADA, Soil, etc.):

NICHT für Malawi geeignet!

  • Senken pH-Wert (Malawi braucht hohen pH!)
  • Für Pflanzen konzipiert (Malawi braucht wenig Pflanzen)
  • Viel zu weich, löst sich auf
  • Extrem teuer

Nur für: Südamerika-Biotope, Garnelen, Pflanzenaquarien

Häufige Fehler bei der Bodengrundwahl

Fehler 1: Zu feiner Sand (unter 0,3mm) → Wirbelt auf, fault, verklumpt → Lösung: 0,4-0,8mm verwenden

Fehler 2: Kies statt Sand → Fische können natürliches Verhalten nicht ausleben → Futterreste sammeln sich zwischen Steinen → Lösung: Umsteigen auf Sand

Fehler 3: Bunter, gefärbter Aquarienkies → Sieht künstlich aus, nicht artgerecht → Farbe kann mit der Zeit ausbleichen oder abfärben → Lösung: Natürlicher, beiger/grauer Sand

Fehler 4: Zu wenig Sand eingekauft → Nach dem Waschen bleibt nur 80% übrig → Dünne Schicht im Becken → Lösung: Lieber 20% mehr kaufen

Fehler 5: Sand nicht gewaschen → Wochenlang trübes Wasser → Filter verstopft → Lösung: Immer gründlich waschen!

Fehler 6: Zu heller/weißer Sand → Fische zeigen blasse Farben → Starke Algenbildung → Lösung: Beige bis grauer Sand

Fehler 7: Zu hohe Sandschicht (>10cm) → Faulstellen, schwarze Flecken → Sauerstoffmangel im Substrat → Lösung: Maximal 8cm, regelmäßig durchpflügen

Fehler 8: Keine Unterlage unter schweren Steinen → Sand bietet keinen Schutz gegen punktuelle Belastung → Glasbruch-Gefahr → Lösung: Immer Styropor unter große Steine

Fehler 9: Spezielle “pH-senkende” Substrate → Malawi braucht hohen pH! → Lösung: Neutrale Sande verwenden

Fehler 10: Sand direkt ins gefüllte Becken schütten → Aufprall kann Scheibe brechen → Extrem trübes Wasser → Lösung: Nur in leeres Becken einfüllen, dann vorsichtig Wasser einlaufen lassen